Therapieschwerpunkte


Mein allgemeines Therapieangebot umfasst Kinder, Jugendliche und Erwachsene in verschiedensten belastenden Lebenssituationen (mehr lesen). 

Darüber hinaus biete ich aufgrund meiner spezifischen fachlichen Expertise und Berufserfahrung zwei ergänzende Schwerpunkte an:

  • Psychotherapie bei Essstörungen
  • Psychotherapie bei frühkindlichen Regulationsproblemen


Psychotherapie bei Essstörungen


In meiner Praxis für Psychotherapie in Seewalchen am Attersee begleite ich Kinder und Jugendliche mit Essstörungen wie Magersucht (Anorexie), Ess-Brech-Sucht (Bulimie) oder Essanfällen mit Kontrollverlust (Binge-Eating-Störung). Diese Erkrankungen betreffen nicht nur das Essverhalten, sondern wirken sich oft tiefgreifend auf das seelische Gleichgewicht, das soziale Umfeld und die körperliche Gesundheit aus. Das auffällige Essverhalten ist dabei meist Ausdruck großer Not und eng verbunden mit vielschichtigen inneren Prozessen – etwa dem Versuch, Kontrolle zu gewinnen, mit belastenden Gefühlen oder einem negativen Bild von sich selbst umzugehen.

Aufgrund meiner mehr als zehnjährigen Berufserfahrung auf einer kinder- und jugendpsychiatrischen Station mit dem Schwerpunkt Essstörungen verfüge ich über umfangreiche therapeutische Erfahrung in der Begleitung betroffener Kinder, Jugendlicher und ihrer Familien. Die intensive Arbeit in diesem Bereich hat mein Verständnis für die Vielschichtigkeit dieser Erkrankung sowie für die individuellen Wege, die junge Menschen in ihrer Entwicklung hin zu neuem Wohlbefinden gehen, wesentlich geprägt.

In der Einzeltherapie und – je nach Alter und Situation – auch in der Einbeziehung der Familienangehörigen biete ich einen geschützten Raum, in dem die inneren Vorgänge hinter dem Essverhalten verstehbar werden können. Ziel ist es, Ressourcen zu aktivieren, wieder innere Stabilität zu gewinnen und mit den jungen Menschen wieder neue Wege zu einem gesunden Umgang mit sich selbst, ihrem Körper und ihrem sozialen Umfeld zu finden.

Psychotherapie bei frühkindlichen Regulationsproblemen


Der Alltag mit einem Kleinkind ist lebendig, fordernd – und manchmal auch zutiefst verunsichernd. Wenn das eigene Kind viel weint, schlecht schläft, sich schwer beruhigen lässt oder sich extrem an eine Bezugsperson klammert, entsteht bei vielen Eltern das Gefühl, etwas stimme nicht – begleitet von Hilflosigkeit, Erschöpfung oder Schuldgefühlen. In meiner Praxis für Psychotherapie in Seewalchen am Attersee begleite ich Eltern, die sich in solchen Situationen Unterstützung für sich und ihr Kleinkind wünschen.

Solche Verhaltensweisen können Hinweise auf sogenannte Regulationsprobleme im Kleinkindalter sein. Mögliche Ursachen sind frühe traumatische Ereignisse während der Schwangerschaft oder rund um die Geburt. Auch länger andauernde (Hoch-)Belastungen im Umfeld – wie emotionale Anspannung, Unsicherheit oder Überforderung – können die kindliche Entwicklung und das Verhalten nachhaltig beeinflussen.

In meiner psychotherapeutischen Arbeit mit Kleinkindern und ihren Bezugspersonen arbeite ich mit einem bindungsorientierten, körpernahen Zugang – der integrativen bindungsorientierten Traumatherapie (I.B.T.). Dieser Ansatz verbindet entwicklungspsychologisches Verständnis mit traumatherapeutischen Methoden und ermöglicht eine behutsame, achtsame Begleitung. Ergänzt wird meine Arbeit durch spezifische Weiterbildungen in der wissenschaftlich fundierten traumatherapeutischen Methode EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) sowie durch langjährige klinische Erfahrung im Bereich der frühen Kindheit.

Im therapeutischen Prozess werden auch die Eltern dabei unterstützt, mögliche frühe Belastungen oder traumatische Erfahrungen ihres Kindes besser zu verstehen und einzuordnen. Ziel ist es, gemeinsam einen sicheren Raum zu schaffen, in dem diese Erfahrungen behutsam verarbeitet und schrittweise in das kindliche Erleben integriert werden können – damit die emotionale Entwicklung des Kindes und das familiäre Miteinander wieder stabil und unbeschwert verlaufen können.